SELMA

SELMA – Was bedeuten diese Buchstaben eigentlich?

Das SELMA (selbstständig lernen mit anderen) - Band gibt es bei uns an der Schule seit 2010. In diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, jeden Schultag mit einer Freiarbeitsschiene zu beginnen. SELMA betrifft die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch, Weltkunde und Naturwissenschaften. Auf dem Stundenplan finden die Schülerinnen und Schüler im 5. und 6. Jahrgang in der ersten Stunde eine SELMA Stunde, die an eines der fünf Hauptfächer angedockt ist. Die Schüler erhalten von ihren Lehrkräften Arbeitsaufträge, die in der kommenden Woche zu bearbeiten sind. Diese Aufgaben tragen sie in ihre SELMA-Hefte ein. SELMA-Aufgaben sollten möglichst herausfordernder Natur sein, die Kinder zum Nachdenken anregen, Gruppen- oder Partnerarbeit ermöglichen und Spaß bereiten. Vor allem aber müssen sie selbstständig zu bearbeiten sein, denn die Schülerinnen und Schüler suchen sich jeden Morgen die Aufgabe aus, an der sie gern arbeiten möchten, unabhängig davon, welche Lehrkraft in der Stunde anwesend ist.

Nach einem gemeinsamen Einstieg in die SELMA-Stunde (das kann ein gemeinsames Spiel, ein Lied oder ein gemeinsames Frühstück sein) haben die Kinder mindestens 40 Minuten Zeit ihre ausgewählte Aufgabe zu bearbeiten. Dabei ist es wichtig für eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu sorgen und die Kinder dafür zu sensibilisieren, dass alle an verschiedenen Aufgaben arbeiten. Am Ende der Stunde müssen die Lösungen mit einem Lösungsbogen abgeglichen werden. Anschließend tragen die Kinder in einer großen Übersicht ein, was sie in der Stunde geschafft haben. Beendete Aufgaben werden der Lehrkraft vorgelegt. In der nächsten Stunde wird an Aufgaben eines anderen SELMA-Faches gearbeitet.

Einmal im Halbjahr erhalten die Kinder eine Rückmeldung über ihre Ergebnisse in der SELMA-Stunde. Dieser Rückmeldebogen befindet sich im SELMA-Heft.

SELMA bietet den Lehrkräften vielfältige Möglichkeiten zur Differenzierung. In dieser Schiene kann auf alle Schüler individuell eingegangen werden.

Wimmelbild aus Notting Hill Gate 1, Seite 20

 

Beispiel 1 im Fach Englisch (Beginn Klasse 5):

Die Schüler haben sich im Unterricht schon mit dem Wimmelbild im Lehrwerk (Einstieg) beschäftigt.

Nun sollen sie kleine Rätsel für ihre Mitschüler erarbeiten. Dabei können stärkere Schüler kleine Dialoge (erste Fragestellungen und Antworten sind bereits bekannt) aufnehmen, die anschließend vorgespielt werden und andere Schüler auch nur einzelne Sätze, wie zum Beispiel: „Show me a white cat“.

Im regulären Unterricht werden diese kleinen von den Schülern erarbeiteten Sequenzen dann vorgespielt und die anderen müssen auf die Personen, die im Dialog sprechen, oder auf die gefragten Gegenstände tippen.

Die Schüler arbeiten hier also in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Fähigkeiten.

Aufgabenstellung:

Wimmelbild (English book, page 20):

  • Look at the picture again. Choose one or more people who are talking (to each other). Write down what he / she says, thinks or what they are talking about. Record it.
  • Look at the picture again. Choose one person or a thing you can see and ask your classmates:
  1. Can you show me a …?
  2. Point at the …!
  3. Where is the …?
  4. I spy with my little eye something that is … What is it?

     Record five sentences!

 

Beispiel 2 im Fach Englisch (Beginn Klasse 6):

Im 6. Jahrgang kann man bei Aufgaben zu verschiedenen Wimmelbildern schon anspruchsvollere Arbeitsanweisungen stellen.

Hier wird das gleiche Wimmelbild verwendet. Die Aufgaben beinhalten jetzt aber schon andere Schreibaufgaben, wie zum Beispiel Vorbereitung eines three-minute talks, ein Telefongespräch oder einen Tagebucheintrag (Verwendung der Vergangenheitsform).

Je nach Fähigkeit wählen die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgabe aus, die sie dann anschließend in der SELMA-Stunde bearbeiten.

Aufgaben, die etwas leichter sind, sind hier mit einem roten Punkt gekennzeichnet.