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Was tun bei schulischen Problemen?

Ein Baustein zur Hilfe an der SLG Ahrensburg ist die „Interventionskette“, die auf Beschluss der Schulkonferenz seit 2003 eingeführt wurde.

K., Schüler des 10. Jahrgangs, bekommt gewisse Probleme nicht mehr in den Griff. Es gelingt ihm nicht, pünktlich zum Unterricht zu kommen, oft kann er dem Drang nicht widerstehen, die letzte Stunde des Unterrichtsvormittages abzuhängen, ganz zu schweigen von den vielen Tagen, an denen er sich nicht aufraffen konnte, überhaupt zur Schule zu gehen. Keiner kann sich an den Tag erinnern, an dem er zum letzten Mal zu allen Stunden die Hausaufgaben und das Arbeitsmaterial mitgebracht hatte. K.s Eltern und der Klassenlehrer haben schon lange das Gefühl, mit ihrem Latein am Ende zu sein, nachdem doch schon alles Erdenkliche in die Wege geleitet worden ist, um eine Besserung herbeizuführen: unzählige Gespräche mit K., mit den anderen Lehrkräften, mit K.s Eltern; Aufforderungen an K., den Unterrichtsstoff in der Schule nachzuarbeiten; Ausschluss von außerunterrichtlichen Veranstaltungen wegen seiner Unzuverlässigkeit; ...

In solchen Fällen kann die Interventionskette zur Anwendung kommen. Was verbirgt sich hinter diesem Wort? Kurz gesagt handelt es sich um eine Folge von Maßnahmen, mit denen K. nun konfrontiert wird, weil er 1. dauerhaft gegen elementare Regeln des Schulbetriebes verstößt, weil 2. alle pädagogischen Mittel ausgeschöpft zu sein scheinen und 3. es offensichtlich geworden ist, dass die Ursachen für seine Probleme außerhalb der Schule zu suchen sind. Im Abstand von ca. zwei Wochen erfolgen Gespräche mit K., an denen jedes Mal mehr Personen teilnehmen. Sie laufen nach bestimmten Grundregeln ab, die allen Beteiligten vorher bekannt sind. In K.s Fall könnte das so aussehen:

Die Gesprächsleitung würde Herr B. übernehmen, den K. nicht im Unterricht hat. Herr B. konfrontiert K. mit den Beanstandungen, nennt aber nur konkret belegte Fakten, äußert also keine Vermutungen hinsichtlich der Ursachen des beanstandeten Verhaltens. K. wird nun aufgefordert, das beanstandete Verhalten zu ändern bzw. abzustellen und sich Unterstützung bei einer Lehrkraft seines Vertrauens zu suchen, falls er glaubt, die Probleme nicht alleine lösen zu können.   

Sodann wird ein Termin für ein weiteres Gespräch vereinbart: entweder ein abschließendes Gespräch mit Herrn B., falls K. das beanstandete Verhalten völlig abgestellt hat, oder ein Gespräch innerhalb der Interventionskette, falls dieses nicht geschehen sollte. Dieses würde nach den gleichen Regeln wie das oben beschriebene ablaufen, nur dass jetzt der Klassenlehrer und die Eltern teilnehmen müssten; außerdem könnte, wenn K. es wollte, die Lehrkraft seines Vertrauens dabei sein. So geht es weiter: Beim dritten Gespräch käme der Schulleiter hinzu, und nun würde man K. dazu verpflichten, sich professionelle Hilfe zu holen, d.h. eine der Beratungsstellen in Ahrensburg oder Umgebung aufzusuchen. Dieses müsste er der Schule gegenüber nachweisen; falls er es dann noch immer nicht geschafft hätte, sein Verhalten zu ändern, dann drohte ihm eine Maßnahme nach dem Schulgesetz, z.B. der Ausschluss von Unterricht.

Ziel der Interventionskette ist es also, K. dazu zu bringen, dass er selbst die Initiative ergreift, um sein Verhalten zu ändern, und sich gegebenenfalls Hilfe sucht. Er ist es, der sich bewegen muss, nachdem sich bisher alle um ihn herum bewegt haben, und zwar ohne Erfolg. Diese anderen geben einen Teil ihrer pädagogischen Tätigkeit ab: der Klassenlehrer – der besonders deutlich gespürt hat, dass sein Wunsch K. zu helfen und sein Vertrauen zu erwerben, mit der Notwendigkeit kollidiert, Druck auf ihn auszuüben – gibt den „druckausübenden“ Part an Herrn B. ab. Die Schule gibt, wenn K. nicht vorher seine Probleme in den Griff bekommen haben sollte, die erzieherische Arbeit teilweise an eine Einrichtung außerhalb der Schule ab.

Die Interventionskette beruht auf einem von der Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung (KOSS) entwickeltem Konzept, das in unserer Schule mit Hilfe von Fachleuten der KOSS und aus Stormarner  Beratungsstellen eingeführt wurde. Es ist ein Baustein zum gemeinsamen Handeln beim Auftreten von Problemen in der Schule. Die in der Schule vorhandenen Ansprechpartner sind die Beratungslehrkräfte Frau Ute Jung und Frau Regina Linsig, zu erreichen über das Sekretariat, sowie Frau Melanie Volkmann und Herr Frank Steiner, zuständig für die Schulsozialarbeit an der SLG (Tel. 04102/880528).    
 

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