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Auf Frankreich-Austausch

Französischschülerin und -schülerinnen des 8. und 9. Jahrgangs am Collège des Alexis in Montélimar vom 11.03. bis 18.03.2013

 

Anreise – Montag, den 11.03.2013

 

Am Montagmorgen trafen wir uns um 7.40 Uhr am S-Bahnhof. Wir waren alle noch ziemlich müde, aber trotzdem aufgeregt. Eigentlich sollten wir erst um 8:10 Uhr losfahren, aber wegen der starken Schneefälle wurden wir am Vorabend von den Lehrkräften telefonisch aufgefordert, uns zwanzig Minuten früher als geplant am Ahrensburger Bahnhof einzufinden. Also fuhren wir um 8:00 Uhr Richtung Hamburg-Hauptbahnhof. Als wir ankamen, erfuhren wir, dass wir tatsächlich den letzten Zug erwischt hatten, der noch nach Hamburg an dem Morgen abgegangen war. Um 9:20 Uhr ging es los Richtung Frankfurt. Während der Fahrt haben wir Musik gehört, geredet und den Zug erkundet. In Frankfurt nutzten wir die Wartezeit von einer Stunde dazu, etwas zu essen. Danach begann dann eine unheimlich lange Fahrt von Frankfurt nach Lyon. Als erstes war die Fahrt noch sehr lustig, aber nach ungefähr vier Stunden wurden wir immer genervter. Uns war langweilig, wir hatten Hunger, wir waren müde und es wurde stickig und heiß. Unsere Laune war am Tiefpunkt angelangt, als wir erfuhren, dass unsere Bahn 25 Minuten Verspätung hatte. Als wir nach insgesamt 12 Stunden in Lyon ankamen, mussten wir innerhalb von 45 Sekunden (!) in die Bahn nach Valence umsteigen. Das schafften wir nur deshalb, weil der Anschlusszug vom selben Bahnsteig abfuhr und sich Herr Müller trotz aller Ermahnungen des Bahnpersonals einfach in die letzte Tür des Zuges gestellt hatte.

 

 

Auf dem Bahnsteig in Valence

 

Von Valence sind wir dann nach Montélimar gefahren. Als wir dann todmüde in Montélimar ankamen, wurden wir von unseren Gastfamilien begrüßt und nach Hause gefahren.

 

Dienstag, den 12.03.2013

 

Leider mussten wir am Morgen schon um 7 Uhr aufstehen. Nachdem wir fern gesehen hatten, fuhren wir mit dem Auto zu der Schule (Collège les Alexis). Danach gab es ein typisch französisches Frühstück im bunten Speisesaal mit Baguette und Croissant. Als alle satt waren, machten wir noch drei Stunden Unterricht in verschiedenen Klassen mit. In der ersten Stunde hatten wir Sport. Wir kamen in den schon begonnenen Unterricht und guckten beim Tischtennis zu. Die Sporthalle ging über mehrere Etagen und sah einem Bunker ziemlich ähnlich. Wir saßen in der Ecke und warfen die Tischtennisbälle zurück. Die Sportlehrerin würdigte uns keines Blickes. Außerdem ließ ein Franzose einen Schläger los, der in unsere Richtung kam. Da ertönte die Schulglocke und wir hatten Pause. In der nächsten Stunde hatten wir Französisch. Sie schrieben einen Test und wir versuchten einiges zu lösen. Das gelang uns nur teilweise. Uns gelang nur eine Aufgabe, wo wir die Wörter nach dem Alphabet sortieren sollten. Nach dem Test saßen wir nur da und verstanden nur ein wenig. In der letzten der drei Stunden hatten wir Deutsch. Dort unterhielten wir uns über deutsche Erfinder. Die Franzosen mussten auf Deutsch sagen, wer etwas erfunden hat und was er erfunden hat. Das besprachen wir und mussten Bilder und die Namen verbinden. Nach kurzer Zeit war die Stunde vorbei und wir gingen zu unseren Austauschpartnern. Wir mussten aufs Essen warten und wurden erst spät aufgerufen. Ein Mann sagte die Klasse an, der wir zugeteilt waren, und wir durften zu der Essensausgabe gehen. Da dort auch gekocht wurde, war es stickig und heiß. Es gab einen matschigen Kartoffelpuffer, einen Joghurt, ein Brötchen und einen großen Apfel. Das Wasser gab es an Automaten mit Kannen zu holen. Danach brachen nur die deutschen Schüler zu einer Stadtrally auf, bei der wir einmal durch den gesamten Ort laufen mussten und verschiedene Aufgaben hatten.

Wir mussten zum Beispiel Fliesen auf einem Platz zählen oder herausfinden was einige Wörter bedeuten. Ich hatte sehr viel Spaß in meiner Gruppe.

 

 

Wandmalerei in Montélimar

 

 

Herr Müller und Frau McCrae tun so, als nähmen auch sie an der Rallye teil…

 

Als die Franzosen um ca. 5 Uhr Schulschluss hatten, gingen wir zu der Bushaltestelle. Dort kam auch bald der Bus und wir fuhren dann mit unseren Austauschpartnern nach Hause.

 

Dort hat mein Austauschpartner mir einmal das gesamte Grundstück gezeigt. Es war sehr groß und es gab dort viele Hunde und 4 Wochen alte Welpen. Danach haben wir gegessen, es gab Quiche, Salat und ein Dessert.  Weil der Tag sehr anstrengend war, gingen wir bald darauf ins Bett.

 

 

Hier ein paar von uns … äh, unseren Welpen!

 

Mittwoch, den 13.03.2013

 

Am Mittwoch sollten wir um 8 Uhr in der Schule sein, denn es kam die Zeitung von Montélimar um einen Bericht über den Austausch zu schreiben. Danach gingen wir zur Bushaltestelle, um mit den Bus zur Nougatfabrik zu fahren. Wir froren uns den Arsch ab.

Der Bus fuhr ins Industriegebiet zur Nougatfabrik Arnaud Soubeyran.

 

 

Die Nougatfabrik Arnaud Soubeyran

 

Als wir in die Fabrik reinkamen, roch alles nach Zucker. Weil die Führung noch nicht sofort losgehen konnte, guckten wir einen Film über die Fabrik mit englischen Untertiteln. Er war etwas albern. Wir wurden durch die Räume geführt, wo das Nougat produziert wird. Nach der Führung konnten wir uns vorne in dem Laden etwas kaufen, doch es war sehr teuer. Wir fuhren wieder zur Schule, wo wir dann von unsern Austauschpartnern abgeholt wurden. Einige gingen mit zum Gymnastik Wettbewerb ihrer Austauschpartner. Das waren Johanna, Serap, Marlee, Lena und Lisa. Der Wettbewerb ging von 12 - 16 Uhr. Es war echt langweilig und wir verstanden kein Wort. Wir waren glücklich, als wir danach nach Hause konnten.

 

Antonia und Lisa

 

Donnerstag, den 14.03.2013

 

Auf dem Weg zur Schule bemerkten wir, dass es ziemlich viele Hundehäufchen in Montélimar gibt. Bevor der Reisebus kam, warteten wir ca. zwei Stunden in unserem Allzweckraum.

 

 

Zeitvertreib im Allzweckraum

 

Mit dem Bus fuhren wir in die Ardèche, vorbei an der

 

 

 

„Pont d’Arc“

 

zur Grotte „L‘Aven dOrgnac“.

 

Dort erfuhren wir von einem Archäologen alles Mögliche über die Steinzeit und lernten, wie man Feuer machen kann.

 

 

Der Archäologe erzählt von der Steinzeit

 

Anschließend wir gingen 200 Stufen nach unten und als wir in die Grotte traten, waren wir alle beeindruckt. Wir machten alle Fotos und plötzlich ging das Licht aus und wir blieben alle stehen, um nicht hinzufallen, da es sehr nass war.

 

 

All diese Stalagmiten und Stalaktiten! Man sieht förmlich, wie alt unsere Erde ist.

 

Als das Licht wieder anging, stiegen wir tiefer in die Grotte, bis am Ende der Fahrstuhl kam. Ein paar von uns hofften, dass der Fahrstuhl nicht ausfällt den sonst hätten wir 700 Stufen nach oben gehen müssen. Denn ehrlich gesagt hatten wir da nicht so viel Lust drauf! Als wir wieder oben ankamen, machten wir alle einen Spaziergang, bei dem wir einen Schlumpf suchen sollten. Vorher fiel uns auf, dass es in allen öffentlichen Toiletten keinen Klobrillen gab. Beängstigend! Auf der Fahrt zurück nach Montélimar machten wir einen kleinen Umweg durch die Berge.

 

Abends war dann die Abschlussfeier. Abgesehen von den Törtchen war das Essen sehr lecker.

 

  (Fast) alles lecker!

 

Nach dem Essen wurden wir von der lieben Deutschlehrerin der Franzosen zum Tanzen gezwungen, denn sonst hätte sie die Party beendet. Sehr spaßig!

 

 

Es geht doch! Tanzen beim Abschiedsfest

 

Trotz allem war es aber ein schöner Tag.

 

Majana und Serap

 

Freitag, den 15.03.2013

 

Morgens ging es los zur Schule. Wir trafen uns im Allzweckraum der Schule wie jeden Morgen. Die Franzosen gingen in ihren Unterricht (die Armen) und wir froren ein bisschen (es war kalt wie im Herbst an der Nordsee und mindestens genauso windig!), bis alle da waren. Dann fuhren wir in einem riesigen Reisebus nach Avignon. Ein paar nahmen während der Fahrt eine leicht grünliche Färbung an, aber der Mageninhalt blieb dort, wo er hingehörte. Wir fuhren eine Stunde. Wir stiegen direkt vor der berühmten Pont d’Avignon aus (allerdings tanzten keine Leute darauf). Eigentlich wollten wir auf die Brücke gehen, aber der Mistral (der typische südfranzösische Wind) war zu stark. Also gingen wir gleich zum Palais des Papes. Sehr eindrucksvoll.

 

 

Sur le pont d’Avignon…? Non!

 

Zu windig!

Wir lasen eine Infotafel auf Englisch durch. Demnach wurde der Palast 1334 errichtet, allerdings in verschiedenen Bauphasen. Von 1334-1342 wurde der so genannte „Alte Palast“ erbaut und von 1342-1370 der „Neue Palast“. Dann ist unsere kleine Gruppe weiter zum Touristeninformationszentrum gewandert. Alle wurden mit Stadtplänen ausgerüstet (zum Glück waren die auf Deutsch) und wir haben uns in Gruppen aufgeteilt. Hier trennen sich die Wege der beiden Schreiberinnen, aber sie können deren Berichte von den jeweiligen Erlebnissen unten lesen.

 

Paula und Johanna

 

Johanna:

 

Meine Gruppe bestand aus fünf Leuten. Madita und Jasmin aus der 9. und Majana, Serap und ich aus der 8. Klasse. Wir gingen los. Es war immer noch saukalt, deswegen beschlossen wir, uns ein sonniges Fleckchen zu suchen und erst mal zu frühstücken.

 

Wir fanden einen wunderbaren Park, der neben einer Kirche lag und aussah, als wäre er direkt von den kanarischen Inseln nach Avignon gezaubert worden. Wir setzten uns auf ein paar sonnenbeschienene Bänke, tankten Sonne und aßen unser Frühstück. Danach klapperten wir die französischen Läden ab. Wir machten die Entdeckung, dass französischer Billigschmuck aussieht wie Kopfschmuck (dabei waren es Ketten). Dann kauften wir noch diversen anderen Kram gekauft- Mitbringsel, Ohrringe, Postkarten, etc.- und sind zum ersten Treffpunkt gedüst.

 

Le Palais des Papes

 

Das war der Papstpalast, also wussten wir den Weg schon und mussten nicht lange suchen. Als wir wieder frei waren, gingen wir eine Crêperie suchen. Schließlich muss man mindestens eine Crêpe gegessen haben, wenn man in Frankreich war. Wir fanden keine, also gingen wir wieder zur Touristeninfo und fragten dort nach. Als wir wieder raus kamen, hatten wir die Wegbeschreibungen von vier verschiedenen Crêperien und waren sehr stolz das wir alles verstanden hatten. Wir machten uns sogleich auf zur nächstgelegenen Crêperie. Wir fanden sie, wenn auch nicht auf Anhieb, und bestellten uns alle eine Crêpe au chocolat. Dann hieß es; auf zum nächsten Treffpunkt! Der war praktischerweise unser kleiner kanarischer Park. Wir waren ein bisschen zu früh, aber nach und nach trudelten alle ein.

 

 

Unser idyllischer Treffpunkt

 

Wir machten uns unter der Führung der Lehrer auf den Weg zu einer Kunstausstellung. Im Hof des Museums stand ein wunderschöner Springbrunnen, den wir sogleich alle wie fanatische Touristen (die wir im Grunde ja auch waren) fotografierten.

 

Das Thema der Kunstausstellung war Drucken. Manche der Bilder waren supercool (wie z.B. eine überdimensionale Fliege oder ein gelbes Nilpferd), aber manche der Bilder verstanden wir nicht so ganz . Aber egal. Ich fand es trotzdem lustig, auch wenn nicht alle diese Meinung teilten. Wir hätten jetzt noch eine halbe Stunde Freizeit, bis wir wieder zum Bus müssten, sagten die Lehrer. Also fanden wir uns wieder in den Gruppen zusammen und stromerten noch ein bisschen die Hauptstraße entlang, besuchten einen französischen Supermarkt und machten uns schließlich auf den Weg zum Bus. Wir fuhren zurück zum College les Alexis, wo uns unsere Gastfamilien abholten.

 

Paula:

 

Meine Gruppe bestand aus acht Leuten: Mascha, Marlee, Menal, Lisa, Lena, Toni, Tobias und mir. Als erstes sind wir zu McDonalds gegangen. Manche haben sich was zu essen oder zu trinken gekauft und danach wollten wir auf Klo gehen. Um die Tür zu öffnen, brauchte man einen Code, den man nur bekam, wenn man was gekauft hatte.

 

Aber die Toilette war sehr dreckig, also sind wie schnell wieder gegangen. Danach sind wir zu H&M gegangen und haben dort rumgeguckt (und auch was gekauft), bis uns um zwölf Uhr beim Papstpalast mit den anderen getroffen haben. Nach dem kurzen Treffen gingen wir in einen Souvenirladen und dann in ganz viele verschiedene andere Läden (Zara, Pimkie, Jennyfer, Carrefour City,…). Alle außer Tobias und mir kauften sich Kleidung; ich habe mir nur Bonbons gekauft. Um 13:45 Uhr mussten wir zum nächsten Treffpunkt, ein kleiner Park. Nachdem wir dort kurz gesessen hatten, gingen wir in eine Kunstausstellung mit gedruckten Bilder. Danach liefen wir zum Bus zurück, wobei ich mir unterwegs habe ich mir noch einen Riesen Lolli kaufte, und fuhren nach Montélimar. Meine Austauschpartnerin Aude hat mich abgeholt und bei ihr guckten wir uns Fotos an, bis ihr großer Bruder kam. Mit ihm, Audes großer Schwester und Aude bin ich zu einer Orchesterprobe gefahren, die von 19 bis 21 Uhr ging. Wieder bei Aude zu Hause, gab es leckere Lasagne, wir haben eine französische Musiksendung gesehen und sind dann ins Bett gegangen.

 

Samstag/Sonntag, den 16./17.03.2013

 

Das Wochenende wurde in den Gastfamilien verbracht. Einige von uns waren auf der Krokodilfarm, andere bei Sportveranstaltungen oder vergnügten sich woanders. Aber alle freuten sich auch schon wieder auf Zuhause!

 

 

Auf der Krokodilfarm

 

Abreise - Montag, den 18.03.2013

 

Am Montag haben wir uns um 7:30 Uhr am Bahnhof von Montélimar getroffen. Wir haben uns von den Gastfamilien und von den Austauschpartnern verabschiedet. Um 8:00 Uhr sind wir dann nach Lyon gefahren. In der Bahn war es sehr eng und wir mussten uns aneinander quetschen. Um 9:40 Uhr sind wir in Lyon angekommen. Wir mussten danach sehr schnell zur nächsten Bahn. Diese ging um 10:04 Uhr nach Baden-Baden. Als wir schon die Hälfte des Weges zurück gelegt hatten, erfuhren wir, dass wir statt nach Baden-Baden nach Frankfurt fuhren, weil irgendetwas schiefgelaufen war. Um 19:52 Uhr kamen wir am Frankfurter Hbf. an. 28 Minuten später fuhren wir nach Hamburg. Dort stiegen wir sofort in die Bahn nach Ahrensburg. Dort kamen wir um 20:50 Uhr an. Dann wurden wir von unseren Eltern abgeholt.

 

Es war eine Rückkehr vom sonnigen Süden in eine unglaubliche Schneelandschaft!

                                                                                               

 

                                                                                        „Frühling“ 2013 in Ahrensburg

 

 

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